Angewandte Psychoanalyse
Angewandte Psychoanalyse umfaßt alle Anwendungen
der Methode, die nicht die Krankenbehandlung betreffen.
Die Psychoanalyse hat seit ihren Anfängen Phänomene
von Kultur, Gesellschaft und Geschichte untersucht und
vielfältige Verbindungen zur Geschichtswissenschaft,
Ethnologie, Soziologie, Kunsttheorie und Pädagogik
geknüpft.
Psychoanalytiker sind nicht nur in ihren Behandlungszimmern
tätig: Als Supervisoren und Berater sind sie in
vielen Feldern gefragt, von der chirurgischen Intensivstation
über die Heimerziehung bis zum Wirtschaftsunternehmen,
von der Theateraufführung bis zur politischen Konfliktverhandlung
reicht das Spektrum. Die Mitglieder des FPI bieten folgende
Formen angewandter Psychoanalyse an:
Supervision:
als Einzel-, Gruppen- oder Leitungs-Supervision in allen
Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens und der
Pädagogik.
Balintgruppe:
Nach ihrem Erfinder, dem ungarischen Psychoanalytiker
Michael Balint benannt: Angehörige einer Berufsgruppe,
z.B. Ärzte, Lehrer, Anwälte, treffen sich
regelmäßig, um ihre Arbeit unter der Leitung
eines Psychoanalytikers zu diskutieren.
Organisationsberatung:
Psychoanalytiker beraten Organisationen und Institutionen,
auch Wirtschaftsunternehmen. Dabei werden je nach Erfordernis
Einzel- und Gruppengespräche auf den verschiedenen
Ebenen der Organisation geführt und gegebenenfalls
"Diagnosen" gestellt und Strategie-Vorschläge
erarbeitet.
Die Angebote sind im Mitgliederverzeichnis bei den
betreffenden Analytikern angeführt.
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